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Die Chinesische Oper im 20.Jh.
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Nach staatlicher Zählung aus dem Jahr 1957 sind innerhalb von 2000 Jahren 5000 traditionelle Opern entstanden. Der Gesang der traditionellen Oper hat Klangfarben, die ganz der chinesischen Klangästhetik entsprechen und sonst nur noch auf chinesischen Musikinstrumenten hervorgebracht werden können. Im allgemeinen sind es helle Klänge mit ausgesprochen individuellem Charakter. Die Rezitative sind melodisch und halten sich nicht auf bestimmten Tönen, sondern rutschen hin und her; man kann sie nicht mit der üblichen Notation aufzeichnen.
Die Geschichte der modernen Chinesischen Opern, wie auch jene des Sprechtheaters, beginnt erst im 20. Jahrhundert. Es gibt rund 70 moderne Opernwerke in China. Die Gesangstechniken der traditionellen Oper und jene der modernen Chinesischen Oper sind deutlich unterschiedlich. Die moderne Chinesische Oper nimmt auch die europäische Gesangstechnik auf, die Musikstile sind chinesisch und europäisch. Chinesische Opernsänger singen mit dieser Technik auf chinesischen und europäischen Opernbühnen. |
Chinesische und Peking Oper
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Die allerersten Anfänge der chinesischen lokalen Oper lassen sich bis in die Qin-Han Zeit (221 v.Chr. - 220 n.Chr.) zurückverfolgen. Damals schon gab es künstlerische Darbietungen, zu denen Musik, Tanz, komisches Theater und Akrobatik gehörten. Die früheste reife Form der lokalen Oper entstand zur Zeit der Tang-Dynastie (618 - 907 n.Chr.) und südlichen Song-Dynastie (1127 - 1279 n.Chr.). Ein Schauspieler und Sänger spielte, rezitierte und sang eine Geschichte, wobei er sich selbst auf einem Instrument begleitete. Von der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts - das ist die Zeit der Ming-Dynastie und der Qing-Dynastie - entwickelte sich die Oper zu einer äußerst kunstvollen und aufwendigen Musikform. Zu Beginn der Ming-Dynastie wurde noch ein Schauspieler von ein paar Musikern begleitet; einer spielte eine Bambusflöte, der andere ein dreiseitiges Zupfinstrument oder ein paar Schlagzeuge.
Diese Opernform heißt Kunqu - Kun Oper. Aus ihr entstand später die in ganz China verbreitete und auch im Ausland bekannt gewordene Peking-Oper. Darüberhinaus hat jede Provinz Chinas auch ihre eigene Oper entwickelt, die sich im Stil jeweils von der Peking Oper unterscheidet. Die Entstehungsgeschichte der Peking Oper geht zurück bis in die Qing Dynastie. Im Jahre 1790 kamen anläßlich des 80. Geburtstages von Kaiser Qianlong die berühmtesten Künstler aus den Provinzen Jiangxi, Hubei, Sichuan und Shanxi in die Hauptstadt Peking. Dort blieben sie dann, und trafen auf Pekinger Künstler. Ihre Stilformen aus der Hui Oper, Han Oper, Kun Oper, Yi Oper und Qin Oper verschmolzen allmählich miteinander. Im Laufe der nächsten 50 Jahre nahmen sie Einflüsse der Pekinger Sprachmelodie und des Pekinger Musikstils an, woraus sich schließlich die Peking Oper entwickelte. |
Chinesische Musikintrumente
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Die Geschichte der Chinesischen Musik geht viele tausend Jahre zurück. Der Gott Fuxi und die Göttin Nüwa sind der Legende nach die Schöpfer der Chinesen. Fuxi soll das erste Musikinstrument Chinas geschaffen haben. Es heißt Qin, und sieht aus, wie eine große Zither. Die Zahl der Saiten variiert von 5 bis 36. Die Göttin Nüwa wiederum hat nach der Überlieferung ein Bambusblasinstrument namens Sheng erfunden. Sheng ist ein Blasinstrument, das sich aus dreizehn einzelnen Bambusflöten zusammensetzt. Diese beiden ältesten chinesischen Instrumente sind Harmonieinstrumente. Später, zur Zeit der Huang Di Dynastie, entwickelten sich die Musik und das soziale Leben einen großen Schritt weiter. Die Glocke und die Trommel wurden erfunden. Die Pentatonik und ein System von zwölf Tönen entwickelten sich. Und es wurde ein verbindliches Verfahren festgelegt, nach dem die Höhe jedes Tones normiert war, und die Instrumente gestimmt werden konnten.
Diese Entwicklung fand vor etwa 4000 bis 5000 Jahren statt. Die ältesten archäologischen Funde sind Knochenflöten, die vor 7000 Jahren gespielt wurden, und Kugelflöten aus Ton, die 6000 Jahre alt sind. Dazu hat man auch noch Klangsteine der Xia Dynastie (2100 v. Chr. - 1600 v. Chr.) ausgegraben. Aus der Shang Zeit (1600 - 1066 v. Chr.) stammen Orakelknochen und Schildkrötenpanzer, in die einige Instrumente eingeritzt wurden: Trommeln, Schlegel und Klangsteine. Von der Zeit der Zhou Dynastie (1066 - 221 v. Chr.) bis zum Ende der Han Dynastie (220 n. Chr.) sind Bronzeglocken erhalten, die zwölf Halbtöne wiedergeben, und bis zu fünf Oktaven umfassen. Nach der Beschreibung in alten Geschichtsbüchern bestand das Orchester im Palast der Zhou Dynasty aus 1000 Musikern. Es sind keine Noten überliefert, und man kann sich nur vorstellen, wie brillant ein solches Orchester geklungen haben mag...
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